Großes Moor

Das zweite große Projekt, das der NABU gemeinsam mit der Volkswagen Leasing GmbH realisiert, liegt im Großen Moor bei Gifhorn. Das Große Moor ist riesig – rund 6100 Hektar. Es hat jedoch durch den Eingriff des Menschen seinen ursprünglichen Charakter verloren. Damit ging auch der Verlust des Lebensraumes für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten einher. Um den Artenschwund aufzuhalten, sind seit 1984 Teile des Großen Moors als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zunächst wird ein über 100 Hektar großes Projektgebiet großflächig wiedervernässt.

Die im Vorfeld des Projektes durchgeführten Untersuchungen belegten, dass allein aus diesem Teil des Moores über 1.800 Tonnen CO2 und Jahr entweichen. Allein durch den anhaltenden Torfschwund hat sich in den vergangenen 20 Jahren eine 22 Zentimeter mächtige Moorschicht buchstäblich in Luft aufgelöst. Diesen Prozess wollen der NABU und die Volkswagen Leasing stoppen. In 2011 wurden alle Vorbereitungen für die Wiedervernässung des Moores eingeleitet. Große Mengen an Treibhausgasemissionen werden damit verhindert und gleichzeitig der Lebensraum bedrohter Tiere und seltener Pflanzen geschützt. Rund 150 Tier- und 40 Pflanzenarten, die im Moor vorkommen, gelten als gefährdet, elf davon sind sogar vom Aussterben bedroht.